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Freitag 28.4. | Eröffnung, 19 Uhr
Mit gemalten Cartoons im "Zeit-Magazin" hat er sich einen Namen gemacht, als regelmässiger Mitarbeiter am Zürcher "Das Magazin" ("Tages-Anzeiger") kann man ihn als Comic-Zeichner absonderlicher "Fin de siècle"- und weiterer Beiträge kennen, im endgültigen Satiremagazin "Titanic" treibt es seine Figur "Herr Sondermann" ziemlich bunt: Bernd Pfarr aus Frankfurt, Jahrgang 1958, ist seit mehr als 20 Jahren ein guter Begriff im Humorfach. Fumetto zeigt in einer Werkschau Einblicke in das eigensinnige zeichnerische und malerische Schaffen aus deutschen Landen. |
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"Was der Ein-Mann-Konzern Pfarr Inc. produziert, sind Bilder und Texte; durch enge Verbindung dieser beiden Komponenten
wird Schönheit und Komik freigesetzt. (...) Viel wäre zu sagen über den Requisiteur Pfarr, über sein opulentes Mobiliar
in Stuben, Studios und Büros. Mehr noch für Pfarrs Locations, über die Schauplätze, die er findet; seine Landschaften
unter grossen erdbeerfarbenen Himmeln. Ein Standard-Schauplatz, immer wieder neu und betörend: eine breite Strasse biegt
rechts am Rand nach oben zur Bildmitte ab. Fassaden ragen klar und scharf, wie sie kein Maler malen darf, wenn ers nicht
etwa kann. Und vorne auf der Strasse spielt sich was ab. (...) Bernd Pfarr spielt mit dem Bilderfundus der klassischen
Moderne und inszeniert in einer Überflussproduktion sondergleichen seine Mal-Stücke, deren Farbfülle allein schon glücklich
lachen macht." |
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"Dies aber: dass ein Produkt der Einbil-dungskraft nicht einfach brav die Gesetze irgendeines Genres oder
irgendeiner Gattung erfüllt, sondern sich gleichsam organisch entfaltet und über sich, ja selbst den Schöpfer hinauswächst -
das ist der Traum jedes Künstlers, ganz gleich ob er nun eine Romanfigur oder eine Comicfigur in die Welt setzt.
Bernd Pfarr hat er sich erfüllt - der wache Betrachter der Sondermann-Folgen aber kann ihn sympathetisch nach-
und mitträumen. Eine durchgehend lustvolle Lektüre ist ihm sicher, auch und gerade dann, wenn sich in mancher
Episode jene bereits erwähnte, durchaus albtraumhafte Bodenlosigkeit auftut - zum Schluss findet er sich ja doch stets
auf dem festen Grund von Bernd Pfarrs sehr tragfähiger Komik wieder und kann gefahrlos schaudernd auf jene Momente
schaurig-schönen Schwindels zurückblicken." |
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"... lässt Pfarr sich weniger von Cartoonisten inspirieren als von alten und modernen Meistern - und von der Literatur.
An der Offenbacher Hochschule für Gestaltung hat er eine klassische Malerei-Ausbildung absolviert, die den Duktus seiner
späteren Arbeiten geprägt hat. Und Bücher sind für ihn 'so etwas wie Nahrung'. Auch hier schätzt er Eigenbrötler
wie Kafka, Dostojewski oder Robert Walser höher ein als 'Engagierte' wie Heinrich Böll. Er glaubt, dass sich der
gesellschaftliche Gehalt von Kunst meistens erst im geschichtlichen Rückblick offenbart. 'Früher hätte ich das nie
gesagt, aber inzwischen hoffe ich doch, das auch meine eigene Arbeit später etwas über unsere Zeit aussagen wird.'"
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1998 wurde Bernd Pfarr in Erlangen (BRD) im Rahmen
des Comic-Salons mit dem "Max-und-Moritz-Preis" als bester
deutscher Comic-Zeichner ausgezeichnet.
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Bibliografie
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Baru | Das Tier Wettbewerb | Bernd Pfarr | Comix 2000 | Independent Cockroach | Lewis Trondheim All rights by the artists /\/\/\ contents by FUMETTO design & code 2000 by l@bor enter5 |