SCHWEIZER COMICSCHAFFEN  

Thomas Ott
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Der 1966 geborene Thomas Ott gehört zu den ausgesprochen stilbildenden Zeichnern der jüngeren Deutschschweizer Comicszene. Fumetto widmet ihm eine Werkschau.

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Ausstellung
13.4. - 21.4.
täglich 10 - 22 Uhr
Kapelle der Hochschule für Gestaltung+Kunst Luzern
Freitag 12.4.
22 Uhr Kurzfilmprogramm
UG Davos-Bar
Samstag 13.4.
16 Uhr Buchvernissage
in der Ausstellung


Thomas Ott
Programmpartner 


Otts unverwechselbare Bildsprache und sein instinktiver Sinn für böse und pointierte, meist stumme Szenarien haben ihm in Frankreich, Deutschland, Spanien und in Italien eine begeisterte Fangemeinde beschert. Ott verwendet für seine Comics meist die sogenannte Schabkartontechnik, bei welcher aus einem schwarz beschichteten, ursprünglich weissen Karton mittels einer Nadel Linien und Flächen herausgekratzt werden. Obschon diese Technik von einigen Zeichnern benützt wird, geht deren Einsatz bei Thomas Ott auf den direkten Einfluss des Zeichners Marc Caro zurück, der in den achtziger Jahren viel mit Schabkarton arbeitete. Auch wenn man einen überwiegenden Weissanteil aus der Unterlage herauskratzt, haftet noch "hellsten" Schabkartonbildern stets etwas eigenartig Düsteres an, was den Geschichten von Thomas Ott entgegenkommt. Der Zeichner hat es in der Technik zu grosser Virtuosität gebracht.

Ausbilden liess sich Ott an der Schule für Gestaltung in Zürich und er pendelte anschliessend zwischen Zürich und Paris hin und her. Seit 1989 gab es diverse Buchveröffentlichungen: "Tales of Error" (1989), "Greetings from Hellville" (1995) und "Dead End" (1996) wurden von der Edition Moderne in Zürich herausgegeben und haben allesamt bereits Klassikerstatus. Vielseitigkeit bewies Ott mit seinem einfach gezeichneten Strip "Phantom der Superheld" (1994) und zwei Zeichentrickfilmen, wie etwa "Robert Creep - une vie de chien". Aus seiner Auffassung von Bilderzählung erwuchs ein grosses Interesse am Film. Thomas Ott war ab 1998 Student im Bereich Film/ Video an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und schloss dort im Juni 2001 ab. In der Zwischenzeit wurden einige Kurzspielfilme realisiert. Ott erhielt diverse Auszeichnungen, unter anderem 1996 den Preis als bester deutschsprachiger Comic-Künstler am Comic-Salon in Erlangen, Deutschland.

Rechtzeitig zu Fumetto wird in der Edition Moderne ein 128-seitiger, opulenter und grossformatiger Band mit grossen Teilen des illustrativen Werkes von Thomas Ott erscheinen: dolchdurchstossene Herzen, Giftschlangen, Skelette beim Oralsex, Portraits ausgesprochen unschöner Menschen, Klaustrophobes und liebevoll in den Schabkarton gekratzter Sadismus. In der Fumetto-Schau werden auch frühe Arbeiten von Ott aus den Mittachtzigerjahren berücksichtigt, zum Beispiel seine ersten, federgezeichneten Gehversuche auf den Seiten des 1984 gegründeten Zürcher Comic-Magazins STRAPAZIN.

Biographie
1966 in Zürich geboren. 1983-87 Ausbildung zum Grafiker an der Schule für Gestaltung in Zürich. Seit 1987 freischaffender Comiczeichner und Illustrator. 1986-91 Sänger der Gruppe "The Playboys". 1998- 2001 Studium im Bereich Film an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich. Lebt und arbeitet in Zürich und Paris.

Publikationen
"Tales of Error" (1989), "Phantom der Superheld" und "Greetings from Hellville" (1995), "Dead End" (1996), alles Edition Moderne. Otts Comics wurden bisher unter anderem in Frankreich, den USA und Italien veröffentlicht. Comics und Illustrationen in diversen schweizerischen und internationalen Publikationen. Diverse Stipendien und Preise, unter anderem Auszeichnung als bester deutschsprachiger Comiczeichner am Comic-Salon Erlangen (1996).


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