CH - Comic - Schaffen / Details

so wird's gemacht!
sachcomics von prävention bis propaganda

Sachcomics können informieren, praktische Bedienungsanleitungen liefern, Sprachunterricht bieten, für ein Problemthema sensibilisieren, aufklären, vorbeugen, Lebenshilfe leisten, politisch beeinflussen, ideologisch wirken. Die Sachcomics können alles oder versuchen es wenigstens mehr oder weniger geschickt, ob sie nun gesundheitlicher Prävention dienen oder mit der Funktion von politischer Propaganda verbreitet werden. In anschaulicher Form wird in der Ausstellung ein Überblick gegeben über die vielfältigen Möglichkeiten von Sachcomics.

Aids, Drogen, Lebenshilfe, Prävention.
Vorbeugen, aufklären, Hilfe bieten, mit oder ohne Zeigefinger mahnen. Vor allem sind es Gesundheits- (und Krankheits-)Fragen, die diese Comics ansprechen. Unzählig sind die Aids-Comics, Aufklärungskampagnen oder Unfallverhütungs-Comics, die beim Zielpublikum auch wirklich ankommen oder nur gut gemeint sind. Andere Beispiele setzen auf Abschreckung und zeigen all die Gefahren auf, die Nikotin- und anderer Drogengenuss mit sich bringen. Aber auch ganz konkret wird Lebenshilfe geleistet, wenn etwa über Opferhilfe informiert wird. Ernste Themen leicht verständlich gemacht, oft mit erläuternden Dokumentationsteil im Anhang.

Wissen, Geschichte, Biografien
Die Bandbreite scheint schier unerschöpflich: Disney-Figuren erklären die Geschichte von Fernsehen und Video oder treten in der Rolle von prominenten Geschichtsfiguren an, um historisches Wissen zu vermitteln; Comics beantworten Fragen: Wie funktioniert eine Bank, was ist elektrische Energie? Ganze Nationalgeschichten, historische Epochen und Episoden werden in Comicbildern nacherzählt. Oder die Geschichte in Einzelbiografien, populär präsentiert: Von Martin Luther King über Mutter Theresa und Pfadi-Gründer Baden Powell bis zu den Beatles.

Propaganda, Religion, Bewusstsein
Für eine politische, soziale oder religiöse Sache werben mit Mitteln des Comic. Von politischen Gruppierungen oder Staaten produzierte Comics dienen der ideologischen Schulung, fördern ein revolutionäres Bewusstsein oder informieren ganz einfach mit Comic-Mitteln über verschiedene Aspekte eines Staatswesens. Religiöse Comics von Sekten oder fundamentalistischen Gruppen wollen mit ihren Heilsversprechen den rechten Weg weisen. Der Comic als Mittel des Missionierens. Offizielle staatliche Stellen und Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) klären auf und sensibilisieren zu Themen wie Hunger, Wasser, Wald und Umwelt allgemein, machen in Comics auf ökologische und andere Themen aufmerksam.

Bedienungsanleitungen
Ganz praktisch: So wird's gemacht. In Comic-Form wird das Funktionieren oder das Bauen von Geräten und anderen Dingen anschaulich gemacht. Ein Comic kann dem Selbstunterricht dienen: Wie fahre ich Ski, wie spiele ich Tennis, wie lerne ich Kung Fu, wie tanze ich Ballett? Die entsprechenden Lehr-Comics geben die nötige Auskunft. Oder der Comic als Lesehilfe und Mittel im Sprachunterricht: Übersetzungen populärer Comics ("Asterix" auf Lateinisch) dienen zur Belebung des Sprachunterrichts. Und antike und andere Klassiker-Texte von Plautus oder Terenz werden in der attraktiven Comic-Fassung angeboten, um den Reiz einer Fremdsprache zu erhöhen.

Die Ausstellung will einen ersten Einblick geben in das weite Feld der Sachcomics. "So wird's gemacht!" versteht sich als Einleitungsveranstaltung zu einem weiter führenden Forschungsprojekt; dieses soll speziell der Wirkung von Präventionscomics nachgehen und am Ende im besten Fall praktische Kriterien erarbeiten zur Produktion von gelungenen Präventionscomics.

"So wird's gemacht!" ist ein Projekt im Rahmen von Fumetto 03 als Kollaboration von:
Hochschule für Gestaltung+Kunst HGK Luzern / Hochschule für Soziale Arbeit HSA Luzern / Bibliothèque Municipale Lausanne BML / Fumetto - Internationales Comix-Festival Luzern

Konzept und Realisation:
Studierende: Anna Baumann, Pascal Beck, Fabienne Burri, Marianne Friedli, Ursi Hess, Anna Hilti, Lene Horn, Moira Jurt, Erich Moser, David Mühlebach, Cybu Richli, Denise Schäfer
Dozierende: Ursula Bachman, Roli Fischbacher, André Meier, Urs Hangartner (Gastdozent)

Projektbegleitung: Isabel Koellreuter, Alex Willener (HSA Luzern)

Dokumentation: Cuno Affolter, Conservateur BD, Bibliothèque Municipale Lausanne

Finanzielle Unterstützung: SUVA

   Zurück zur Übersicht Schweizer Comic - Schaffen






..// 2 Benutzer online \\..
Fumetto, Postfach 2916, 6002 Luzern, comix@fumetto.ch | www.fumetto.ch
© by fumetto and l@bor enter5





 Übersicht Ausstellungen
 Wettbewerb
 Int. Comic-Schaffen
 CH Comic-Schaffen
 Multimedia
 Ausstellung für Kinder