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rob koss www.xxxtattoo.com
Parallelen zwischen der Kunst des Tätowierens und dem Comic zeigen sich in erster Linie in der gewählten Bildsprache. Während Motive aus dem Fantasy-Bereich beim Tätowieren im Westen eine lange Tradition haben, liegen seit einiger Zeit auch abstrakte, ornamentale Formen im Trend: die sogenannten "Tribals", deren Ursprünge bei älteren Kulturen, wie beispielsweise bei den Kelten oder den Maori zu suchen sind.



Auch in den Bereich der Comics hat das Ornament als Stilmittel in den letzten zwanzig Jahren wieder Eingang gefunden. So bildete die ornamentale Überdeckung des Bildraums ein charakteristisches Merkmal neuerer Strömungen, beispielsweise bei den "Primitiven" des amerikanischen Magazins RAW (unter anderem auch Gary Panter) oder auch bei den "neuen Wilden" im deutschen Sprachraum (Atak, M.S. Bastain). Jens Balzer und Christian Gasser erklären das Wiedererwachen des Ornaments in einem Aufsatz als "Ausdruck einer universalen Trauer, in der die einstige Hoffnung der Punk-Ikonoklasten auf Veränderung durch Destruktion zum zeitgemässen, elegischen Stillstand kommt." Inwiefern die Person, die sich ein Bild fürs Leben in die Haut zeichnen lässt, sich solch tiefer liegenden Wirkkräfte bewusst sein mag, sei dahingestellt. Meist dürften gruppen- und gesellschaftsdynamische Erklärungsansätze ausreichen, um die im Individualfall vorliegende Motivlage hinreichend zu klären.

In der Wahl des Motives, respektive des Stils einer Tätowierung kommt dann allerdings die Persönlichkeit des Individuums deutlich zum Vorschein, davon ist der 1969 in den USA geborene Wahlschweizer Rob Koss überzeugt. "Ich glaube, dass ein Tattooist nur dann ein Goal schiesst, wenn es ihm gelingt, die Vorstellung seines Kunden in ein konkretes Motiv umzusetzen, in dem sich dessen Persönlichkeit ausdrückt." Er studierte von 1987 bis 1992 Film, Grafik-Design und Visuelle Kommunikation in Chicago. Nachdem er sein Studium mit dem Bachelor of Arts Degree abgeschlossen hatte, begann er in verschiedenen Studios in Chicago als Tätowierer zu arbeiten. Koss wurde zum Shooting Star der amerikanischen Tattoo-Szene. Seit 1997 betreibt er nun, zusammen mit seiner Frau Jacqueline und Valentin Steinmann, das Studio XXX-Tattoo in Luzern.

In Koss Arbeiten vermischen sich traditionelle Fantasy- und Science-Fiction-Elemente mit den uralten und heute wieder Mode gewordenen "Tribals". Zudem lässt sich der gelernte Grafiker auch von Malern, Bildhauern, Architekten und Erfindern jeder Epoche inspirieren. Tätowieren bedeutet für Koss allerdings auch ein schönes Stück Selbstverwirklichung, und die Wünsche der Kunden stehen dazu nicht im Widerspruch, denn: "Je mehr Eindrücke du aufnimmst, desto grösser wird deine Fähigkeit, je nach dem Wunsch des Kunden zwischen verschiedenen Stilen zu wechseln."

Was verbindet Rob Koss sonst noch mit dem Medium Comic? Lassen wir ihn die Frage noch einmal selbst beantworten. "Meine Leidenschaft war schon immer die Illustration, die über die Zeichnung Geschichten erzählt."

Rob Koss Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Tätowiermagazinen und -jahrbüchern einem grösseren Publikum präsentiert.

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