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Gastgruppe Südafrika
Katz & Goldt
Junge Zeichner aus Spanien
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Willem – politischer Cartoon
Comics im Kunstmuseum Luzern
True Stories


Katz und Goldt
März 2004
[ 8 ] Bourbaki Panorama: Kunstpanorama und EG, Löwenplatz 11

comra



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Haben Sie nicht langsam genug von den altbekannten Arten des Bananen-Verspeisens? Vom Schälen der nicht mehr wirklich exotischen Frucht und vom Zerkauen der weichen und süsslichen Masse? Oder vom Einsaugen der Banane in Form zähflüssiger Shakes? Möchten Sie nicht mal neue Bananen-Vertilgungs-Methoden ausprobieren? Für diesen Fall hat das Comic-Zeichner- und Autoren-Duo Katz und Goldt ein paar nützliche Vorschläge für Sie bereit.

Aber alles schön der Reihe nach.

Max Goldt ist vor allem bekannt als begnadeter Kolumnist und Vorleser. Etwas weniger bekannt ist, dass er seit der Mitte der Neunzigerjahre mit dem Comic-Zeichner Stefan Katz das Duo Katz und Goldt bildet. Und das kam so:

Stefan Katz: "Ich wollte die Texte zu meinen Comic-Geschichten nicht selber schreiben. Das war mir ziemlich früh klar. Irgendwann habe ich mir Kolumnen von Max geschnappt, sie gezeichnet und Max geschickt. "Max Goldt: "Das hat mir gefallen. Ich habe Stefan dann eine Postkarte geschickt und ihm geschrieben, er soll nur so weitermachen."

So richtig interessant wurde die Zusammenarbeit aber erst, als Max Goldt begann, Texte eigens für Stefan Katz zu schreiben. Mittlerweile haben Katz und Goldt bereits fünf Alben veröffentlicht, die voll sind von genauen Beobachtungen und intelligentem Unsinn - wie etwa die bereits erwähnte Anpreisung alternativer Bananen-Verspeisungs-Methoden, die Sie am besten im Album "Das Salz in der Las-Vegas-Eule" nachschauen. Aber Sie erfahren auch Wissenswertes über "Leute, von denen am wenigsten die Benutzung eines Fächers zu erwarten ist", über "Die Bänke im Zoo" und ihre Inschriften, und immer wieder werden Sie bezaubert von Agathes aufregenden Alltagsabenteuer.

Max Goldts Comic-Szenarien leben von einem ähnlichen Humor wie seine Kolumnen, sie leben von diesem ganz eigenartigen, vorurteilsfreien Blick auf unsere Umgebung, sie leben von den unerwarteten und zum Teil abstrusen Assoziationen und Brüchen, die von seiner Liebenswürdigkeit nur leicht gemildert werden. Ein Unterschied ist aber, dass Max Goldt sich in den Comics noch freier zu fühlen scheint als in seinen Prosatexten - seine Comic-Texte sind abstruser, verschrobener, verspielter auch und merkwürdiger. Das ist komisch, sehr komisch sogar, aber komisch auf die feine Max-Goldt-Art, subtilkomisch also, langzeitkomisch und vor allem: Nicht pointengeil.

Aber was wären Comics ohne Bilder? (Was für eine idiotische Frage!) Goldts Texte allein wären ziemlich hilflos - sie sind, um Sinn zu machen, auf Bilder angewiesen, und Stefan Katz liefert sie, die kongenialen Bilder. Seine Zeichnungen verbinden den Charme des angejahrt klassischen und grob gerasterten Comic-Bildes mit der verfremdenden Kühle zeitgenössischer Gestaltung und setzen Goldts Texte wunderbar um. Und so lassen sich Geschichten wie "Rockkonzertchen und Beatkonzertchen in der Fuzo" oder "Arzthelferin Kimberly Wötzel" und natürlich "Wie man Knäckebrot mit Messer und Gabel isst" immer wieder mit Genuss und Bereicherung lesen. Die zumeist nur eine oder zwei Seiten kurzen Comics von Katz und Goldt gehen, wie sie kommen: Leise und unprätentiös.

www.katzundgoldt.de



Welturaufführung des ersten Katz und Goldt-Films










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